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Frankfurter Rundschau -  Auszug

Volksbanken müssen Notumlage drastisch aufstocken
Zahlreiche Problemfälle / 132 genossenschaftliche Institute fusionieren / Filialnetz weiter ausgedünnt

wüp BERLIN. Die Volks- und Raiffeisenbanken müssen ihre Notumlage für angeschlagene Institute des genossenschaftlichen Verbunds in diesem Jahr um mehr als die Hälfte auf 620 Millionen Euro aufstocken.

Das Bild (Der Reifeisenbanken) wird durch die massiven Probleme einiger Institute schwer getrübt. Als Folge davon braucht der gemeinsame Rettungsfonds des Verbunds mehr Geld. Die Umlage der Mitglieder für 2003 müsse von 1,1 auf 1,75 Promille der risikobehafteten Aktiva (also vor allem des vergebenen Kreditvolumens) erhöht werden, erläutert Kleister. „Das zeigt, welch schwieriges Jahr wir erwarten". Rund 0,25 Prozent des Zuschlags entfielen aber noch dadrauf, das vorige Jahr zu bewältigen.

Die Zahl der jährlichen Problemfälle beziffert der BVR auf „20 bis 25 Institute". Als grösster Fall der vergangenen Jahre gilt die Berliner Volksbank, die wie ihre Fusionspartner Grundkreditbank und Köpenicker Bank nach riskanten Immobiliengeschäften an der Speer in eine schwere Schieflage geraten war. Aber auch die Fehler bei ostdeutschen Immobilienfonds habe man in jüngster Zeit ausbaden müssen, sagt Pleister.

Zur Betreuung der faulen Kredite hat der Verband bereits vor geraumer Zeit eine eigene zentrale Hilfstruppe geschaffen die BAG in Hamm. Bei den Genossenschaftsbanken hat die drastische Umlageerhöhung erheblichen Unmut ausgelöst. Ende vorigen Jahres scheiterte ein Vorstoss ganz knapp, die Umlagen stärker nach den Bilanzrisiken des jeweiligen Mitgliedsinstituts zu differenzieren. Verbandsmanager Jochen Lehnhoff zeigt sich aber zuversichtlich, dass ein zweiter Anlauf am 26. März die nötigen 75 Prozent Zustimmung zur Satzungsänderung bringt. Eine neue bundesweite Sicherungseinrichtung für die Kreditbranche, die teilweise von Politikern gefordert wird, lehnt der Verband ab.

Die Zahl der Genossenschaftsbanken schrumpft unterdessen weiter. Voriges Jahr wurden 132 Häuser verschmolzen, etwas weniger als geplant. Man bündele so die Kräfte vor Ort, werde sich aber nicht aus der Fläche zurückziehen, beteuert Pleister. Es gebe aber noch an gut 500 Orten im Bundesgebiet Überschneidungen.

.... Der obige Text wurde gekürzt

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